| expeditionsbericht "die reise zum nichts" | ||
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"we loose our brain in eizenstain." wir gelangen in einer als zug getarnten psychiatrischen anstalt auf rädern pünktlich zum ausgangspunkt der reise zum nichts. kurzer akklimatisierungsaufenthalt im terrarium der außenpostenbar: formalitäten, kleiner kontrollierter exzess, berührender abschied vom letzten weiblichen homo sapiens nowosindromskiensis. noch am selben tag stoßen wir in die wildnis des rayons vor.
nach 3 tagen kommen wir zum gräberfeld der vergessenen partisanInnen des kosmodrom-nowosindromsk, der gefallen veteranInnen des nichts. wir entdecken das angebliche grab von fritzi berger, des legendären kosmodromologen der ersten stunde, eines urpartisanen des nichts (wann wurden teile seiner überreste von sopron überführt? die nächsten hirnstrommessungsversuche mit fritzis verkohlter schädeldecke im kosmodrom könnten uns eine antwort geben). nachts lagern wir an kalten gebirgsflüssen. "we are on the path of madness, sleeping in the woods and swamps, walking through the beauty of emptyness." mitten im urwald treffen wir den mobilen wildnisgastronomen und 'lost-angels-bar' keeper 'have fun!' - radovan, der uns mit seinen mitgebrachten spezialitäten verwöhnt: strenge spirituosen und fleischaufstrich, so geil wie geräuchertes affenhirn. am lagerfeuer unter dem vollmond braten wir würste und trocknen unsere stinkende, feuchte adjustierung. nach mehreren tagen (wir haben vergessen wie viele, unsere funkgeräte sind in diesen breiten nutzlos wie elektrische kartoffelschäler) erreichen wir ein etablissement, dessen koch wildschweinbraten mit einer extraordinären sauce zubereitet, die nicht aus dieser galaxie stammen dürfte. der epileptisch bellende hund dürfte der anführer der exterrestrischen kulinarniks (spezialausdruck für verhaltensgestörte köchInnen) sein.
"we are coming from the woods, and we are going to the woods." irgendwann entdecken wir mitten im wald eine mit betonplatten ausgelegte fläche in der größe des roten platzes. ein unentdeckter ufolandeplatz? der betonweg zum landeplatz scheint uns direkt in die völlige leere zu führen, ein weg ohne anfang und ende. abends wieder die beinahe selbstmörderische ganzkörper-waschung, bei der sich der dreck nur mehr samt muttermale lösen lässt. wir entdecken gigantische flächen merkwürdiger pflanzen, deren spermiden sich mit kamikazeoider hartnäckigkeit in unsere uniformen bohren. wenngleich diese pflanzen über kein gehirn verfügen, so haben sie doch - wie cpt. curiosita, davon fasziniert, gebets-, und pfeffermühlenartig selbst noch im schlaf vermerkt - eine geniale strategie entwickelt. nicht zuletzt deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als diese pflanze 'fritzi-berger-pflanze' zu taufen. |

"i love the nothing and live in the emptyness."